Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Review Retter ist ein Angebot von Moritz Erhard, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung „Erhard Solutions“ (nachfolgend „Anbieter“). Diese AGB gelten für alle Aufträge über Review Retter. Vollständige Kontakt- und Anbieterangaben finden sich im Impressum.
§ 1 Geltungsbereich und Leistungsbeschreibung
Der Anbieter stellt ein technisches Werkzeug zur Verfügung, mit dem Unternehmen („Auftraggeber“) auffällige Bewertungen auf Google strukturiert prüfen und über offizielle Plattformverfahren zur Überprüfung melden lassen können.
Diese AGB gelten ausschließlich für Auftraggeber, die bei Auftragserteilung in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln (Unternehmer im Sinne von § 14 BGB). Mit Angabe eines Firmennamens und Auftragserteilung bestätigt der Auftraggeber, dass diese Voraussetzung vorliegt. Verträge mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB kommen über diese Plattform nicht zustande.
Der Anbieter kontrolliert keine Bewertungsplattformen und entfernt keine Bewertungen selbst. Die Entscheidung über Entfernung, Einschränkung oder Beibehaltung einer Bewertung trifft ausschließlich Google bzw. die jeweilige Plattform. Es besteht keine Gewähr dafür, dass eine gemeldete Bewertung entfernt, eingeschränkt oder in ihrer Sichtbarkeit verändert wird.
Der Anbieter erbringt keine Rechtsberatung und keine anwaltliche Vertretung. Die Bearbeitung erfolgt ausschließlich auf Grundlage der Angaben und Bestätigungen des Auftraggebers zu den von ihm ausgewählten Bewertungen.
§ 2 Vertragsschluss
Der Auftraggeber wählt über die Plattform ein Google-Unternehmensprofil sowie einzelne auffällige Bewertungen aus, bestätigt seine Berechtigung sowie die je Bewertung dokumentierten Angaben und schließt den Vorgang mit der Auftragserteilung ab. Mit Absenden des Auftrags beauftragt der Auftraggeber den Anbieter, die ausgewählten Bewertungen strukturiert zur Prüfung/Meldung vorzubereiten und über offizielle Plattformverfahren einzureichen.
Mit Auftragserteilung beginnt der Anbieter die Bearbeitung; nach interner Prüfung durch den Anbieter wird die Meldung an Google übermittelt.
Mit Auftragserteilung erteilt der Auftraggeber dem Anbieter zugleich Vollmacht, im Namen des Auftraggebers und in Bezug auf das jeweils betroffene Google-Unternehmensprofil die Entfernung der ausgewählten Bewertungen bei Google zu beantragen, die hierfür erforderlichen Meldungen einzureichen und mit Google im Zusammenhang mit diesen Meldungen zu kommunizieren. Die Vollmacht ist auf diesen Zweck beschränkt. Der Auftraggeber bestätigt diese Vollmacht durch Eingabe seines vollständigen Namens als digitale Unterschrift im Rahmen der Auftragserteilung.
Der Anbieter bestätigt den Eingang des Auftrags per E-Mail und über die Auftragsstatusseite. Diese Bestätigung dokumentiert den Auftrag, begründet für sich allein aber keine über die Absätze oben hinausgehenden Ansprüche.
§ 3 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber sichert zu, dass er zur Vertretung des betroffenen Unternehmens berechtigt ist, dass die von ihm gemachten Angaben zu den ausgewählten Bewertungen (Gründe und interne Prüfung) wahrheitsgemäß und vollständig nach bestem Wissen sind, und dass er den in der jeweiligen Bewertung behaupteten Kundenkontakt, Besuch, die Bestellung oder den geschilderten Vorgang intern geprüft hat.
Der Auftraggeber ist verpflichtet, für den Auftrag relevante Änderungen (z. B. Widerspruch des Rezensenten, eigene neue Erkenntnisse zum Sachverhalt) dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen, soweit ihm diese vor Abschluss der Bearbeitung bekannt werden.
Der Anbieter übernimmt keine eigene Prüfung der Richtigkeit der vom Auftraggeber gemachten Angaben und behält sich vor, Aufträge bei erkennbar unzureichender oder widersprüchlicher Tatsachengrundlage abzulehnen oder zurückzustellen.
§ 4 Vergütung und Fälligkeit
Die Nutzung ist für den Auftraggeber ohne Vorkasse. Es entstehen ausschließlich erfolgsabhängige Kosten:
- Bei 1–4 ausgewählten Bewertungen: 30 € pro erfolgreich entfernter Bewertung.
- Ab 5 ausgewählten Bewertungen: 20 € pro erfolgreich entfernter Bewertung.
Der Stückpreis richtet sich nach der Anzahl der bei Auftragserteilung ausgewählten Bewertungen und ändert sich nicht, wenn letztlich weniger Bewertungen entfernt werden. Alle genannten Preise sind Endpreise inklusive der jeweils gesetzlich geschuldeten Umsatzsteuer; deren Höhe wird, soweit sie anfällt, auf der Rechnung gesondert ausgewiesen.
Zahlungspflichtig sind ausschließlich Bewertungen, die innerhalb von 10 Tagen ab Auftragserteilung erfolgreich entfernt werden. Wird eine Bewertung erst nach Ablauf dieser Frist entfernt, entsteht hierfür keine Vergütungspflicht. Die Bearbeitungsdauer beträgt in der Regel wenige Tage, kann im Einzelfall aber bis zu 10 Tage betragen.
Die Rechnungsstellung erfolgt nach Feststellung der erfolgreichen Entfernung durch den Anbieter. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb der auf der Rechnung angegebenen Frist zur Zahlung fällig und kann über den auf der Rechnung bereitgestellten Zahlungslink begleichen werden; die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Mollie B.V. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen (§§ 286 ff. BGB).
§ 5 Stornierung durch den Auftraggeber
Der Auftraggeber kann einen Auftrag jederzeit formlos gegenüber dem Anbieter stornieren, solange die zugehörige Meldung noch nicht bei Google eingereicht wurde. Da vor erfolgreicher Entfernung ohnehin keine Kosten entstehen, ist eine solche Stornierung für den Auftraggeber kostenfrei.
Wurde eine Meldung bereits bei Google eingereicht, kann der Anbieter auf Wunsch des Auftraggebers eine Rücknahme bei Google veranlassen, soweit dies nach den dortigen Verfahren möglich ist; ein Anspruch hierauf besteht nicht, da die weitere Bearbeitung nach Einreichung außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegt.
§ 6 Reaktivierung nach Rechnungsstellung
Wird eine bereits erfolgreich entfernte und in Rechnung gestellte Bewertung zu einem späteren Zeitpunkt von Google wieder sichtbar geschaltet — etwa weil der Rezensent gegenüber Google einen Einspruch erfolgreich begründet (zum Beispiel durch den Nachweis eines tatsächlichen Kundenkontakts entgegen der Angabe des Auftraggebers) —, bleibt die bereits gestellte Rechnung hiervon zunächst unberührt. Eine Stornierung oder Gutschrift erfolgt nicht automatisch; der Anbieter entscheidet in solchen Fällen nach eigenem Ermessen im Einzelfall über eine Gutschrift, erneute Bearbeitung oder Ablehnung.
§ 7 Haftung
Der Anbieter haftet nicht dafür, dass eine gemeldete Bewertung tatsächlich entfernt, eingeschränkt oder in ihrer Sichtbarkeit verändert wird, da diese Entscheidung ausschließlich bei Google bzw. der jeweiligen Plattform liegt und außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters steht.
Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die daraus entstehen, dass die vom Auftraggeber gemachten Angaben zu einer Bewertung unrichtig, unvollständig oder nicht durch eine tatsächliche interne Prüfung gedeckt waren.
Im Übrigen haftet der Anbieter unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Auftrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber vertrauen darf, haftet der Anbieter begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.
§ 8 Aufrechnung und Zurückbehaltungsrecht
Der Auftraggeber kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Auftraggeber nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Auftrag zu.
§ 9 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit einem Auftrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.
Änderungen und Ergänzungen eines Auftrags bedürfen der Textform (z. B. E-Mail). Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen hiervon unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für zukünftige Aufträge ändern. Für einen bereits erteilten Auftrag gilt die zum Zeitpunkt der Auftragserteilung gültige Fassung.
Stand: November 2026.
